30. Juni 2021

Von Ruben Weyringer

Besinnungsweg Wald – Einweihung

Einweihung des Besinnungsweges am 3. Juli

Am Samstag, 3. Juli 2021, Weihen wir den Walder Besinnungsweg ein.

Beginn ist um 14,00 Uhr bei der Walder Pfarrkirche.

Gemeinsam gehen wir den Weg ab und segnen die einzelnen Kreuze. Um ca. 16,00 Uhr feiern wir bei der Hintersteinkapelle mit Pfarrer i.R. Hans Rainer eine Andacht.

Gebet zum Start des Besinnungswges

Lasset uns beten:

Gütiger Gott, wir machen uns auf den Weg, um Kraft zu schöpfen und dich in der Welt zu entdecken.

Gott Vater, du hast alles wunderbar geschaffen. Lass uns in der Natur innere Ruhe finden.

Gott Sohn, Jesus Christus, dein Kreuz stärke uns auf dem Weg.

Gott Heiliger Geist, sei du unser Begleiter auf der Pilgerschaft unseres Lebens.

Es segne uns der dreifaltige Gott,

der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Amen.

 

Zur Entstehung des Walder Besinnungsweges

Bei der Renovierung der Sixtuskapelle vor etwa 10 Jahren hatten Alois Gensbichler und August Innerbichler eine Idee: Wie wäre es, auf dem Wanderweg auf der Sonnseite Richtung Vorderkrimml einen Weg entstehen zu lassen, der zum Nachdenken anregt und zur Entschleunigung beiträgt? Daraus entstand die Idee eines „Weges der Besinnung“, dem „beSINNungsweg“.

Es ergab sich die Idee alte Grabkreuze aus Wald dafür wiederzuverwenden. Sie geben Zeugnis vom Glauben aber auch von handwerklichem Können. Diesen Kreuzen eine neue Bestimmung zu geben, zeigt auch den Respekt, den wir vor dem Leben und dem Glauben unserer Vorfahren haben. Vom Steinmetz Reichholf konnten neun unterschiedliche Kreuze gesichert werden. Jedes ist auf seine Art wunderschöne. Wenn Gräber aufgelassen werden, lagert der Steinmetz diese für mehrere Jahre ein bis sie nach einer gewissen Zeit zum Alteisen wandern müssen, was einen großen Verlust darstellt. Gemeinde, Tourismusverband und Pfarre waren als Unterstützer gleich an Bord. Nach gemeinsamer Besprechung und Planung konnte so heuer im Frühjahr mit den Arbeiten begonnen werden. Gerade auch in unserer Zeit brauchen wir kleine Zeichen der Hoffnung. Daher haben wir den „beSINNungsweg“ auf den Heiligen Geist ausgerichtet, der auch der „Tröster-Geist“ genannt wird. Jedes Kreuz trägt einen kurzen Bibelvers zu einer Frucht des Heiligen Geistes. Die Früchte des Heiligen Geistes sind das, was Gott uns durch den Heiligen Geist schenkt. Sie ermöglichen ein gutes Leben: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Enthaltsamkeit.

Die Route

Der Weg beginnt beim Madonnenbild bei der Kirche. Die erste Station des Weges ist beim Schulweg. Dort lesen wir einen Vers aus dem Buch Nehemia zur Frucht der Freude: „Macht euch keine Sorgen; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke“. Mit dieser Freude im Herzen geht es weiter Richtung Sixtuskapelle. Die Sixtuskapelle, die Orglerkapelle und die Hintersteinkapelle bilden nämlich als „Orte der besinnlichen Rast“ einen Teil des Weges. Eine Bereicherung ist das hölzerne Kreuz, dass von Dr. Heinz Huber gespendet wurde. Der Weg ist auch auf den gelben Wandertafeln mit dem Zeichen des „beSINNungsweges“ gekennzeichnet. Eine Heiliggeist-Taube vor einem geschwungenen Kreuz zeigt den Weg an. Durch Wälder und Wiesen gelangt man so bis nach Schlassberg. Von Vorderkrimml aus kann man bequem mit dem Zug zurückfahren oder die kleine Wallfahrt über den Weg auf der Schattseite über Bräuern zurück fortsetzen. Der Weg ist ca. 5,5 km lang. Zwei Stunden sollte man als Gehzeit mindestens einplanen.

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