Die Heilige Messe – was passiert da eigentlich?

Von Sonja |
31. März 2026 |
Get-Together beim Sonntag 2.0 in Bramberg

Die heilige Messe ist das Herzstück unseres katholischen Glaubens. In ihr können wir Jesus, unseren Erlöser, der für uns ans Kreuz gegangen ist, in uns aufnehmen. Und zwar nicht symobolisch, sondern ganz echt. Wie das genau geht, das haben uns Kooperator Mag. Stefan Scheichl und Mag. Tini Holleis (LIVT-Team) zusammengefasst.

Jeder einzelne Teil der Heiligen Messe wurzelt in der Bibel, dem Wort Gottes. Dies zu verstehen, kann sehr hilfreich sein, um die Heilige Messe mit vollem Bewusstsein mitzufeiern. 

Wer sich vertiefen will, dem sei das Buch von Pfarrer Christian zur Heiligen Messe wärmstens ans Herz gelegt. Christian erklärt in DEIN ABENTEUER MIT GOTT sehr verständlich und durchaus humorvoll, was wir während der Heiligen Messe tun und warum.

Die Heilige Messe

(von Koop. Mag. Stefan Scheichl und LIVT-Teammitglied Mag. Tini Holleis) 

Die Eucharistie (Heilige Messe) ist neben der Taufe und der Firmung das dritte Initiationssakrament (Eingliederungssakrament) der katholischen Kirche. Sie gilt als Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens. In der Eucharistie gipfelt das heiligende Handeln Gottes uns gegenüber und unsere Verehrung ihm gegenüber (Danksagung). In ihr wird das Opfer Jesu am Kreuz während der Wandlung auf unblutige Weise gegenwärtig. Die Eucharistie zelebriert der geweihte Priester, der in der Person Christi, des Hauptes, und im Namen der Kirche handelt.

Priester und Ministranten ziehen feierlich ein – ein Bild des pilgernden Gottesvolkes. Der Priester verehrt (während dem Eingangslied) Altar und Tabernakel und anschließend beginnen wir mit dem Kreuzzeichen im Namen des dreifaltigen Gottes. Ein folgender liturgischer Gruß „Der Herr sei mit euch“ eröffnet die Feier.

Einzug

Priester und Ministranten ziehen feierlich ein – ein Bild des pilgernden Gottesvolkes. Der Priester verehrt Altar und Tabernakel, wir beginnen mit dem Kreuzzeichen: Alles geschieht im Namen des dreifaltigen Gottes. Mit dem Gruß „Der Herr sei mit euch“ eröffnet er die Feier.

Schuldbekenntnis und Kyrie

Im Schuldbekenntnis bitten wir Gott um Vergebung. Das anschließende Kyrie („Herr, erbarme dich“, „Kyrie Eleison“) ist ein uralter Ruf um Gottes Erbarmen und erinnert an die Heilung der Blinden bei Jericho (Mt 20,29). Dabei bitten wir Gott, dass er auch die Blindheit unserer Herzen heilen möge.

Gloria und Tagesgebet

An Sonn- und Feiertagen folgt das Gloria, der Lobgesang der Engel bei der Geburt Jesu in Bethlehem. In der Advent- und Fastenzeit entfällt es. Das darauffolgende Tagesgebet fasst die Anliegen der Feier zusammen; der Priester trägt diese Anliegen stellvertretend vor Gott.

Wortgottesdienst

In den Lesungen und im Evangelium spricht Gott zu uns. Das Evangelium („Gute Botschaft“) bildet dabei den Höhepunkt. Zum Halleluja oder Christusruf (in der Fastenzeit) erhebt sich die Gemeinde. Das Kreuzzeichen auf Stirn, Mund und Herz zeigt: Gottes Wort soll unser Denken, Reden und Fühlen prägen.

Predigt, Glaubensbekenntnis, Fürbitten

An Sonn- und Feiertagen legt der Priester die Schrift aus. Im Glaubensbekenntnis („Ich glaube an Gott“) bekennen wir gemeinsam den überlieferten Glauben der katholischen Kirche. In den Fürbitten bringen wir unsere Anliegen vor Gott – im Vertrauen auf Jesu Wort: „Bittet, und es wird euch gegeben.“ (Mt 7,7)

Gabenbereitung

Brot und Wein werden zum Altar gebracht – die von Christus beim Letzten Abendmahl eingesetzten Gaben. Zugleich sind wir eingeladen, unser eigenes Leben mit Christi Opfer zu verbinden.

Präfation und Sanctus

Die Präfation leitet ins Hochgebet über und mündet im Sanctus: „Heilig, heilig, heilig“ oder „Sanctus, sanctus, sanctus“. Es verbindet die himmlische Vision des Propheten Jesaja (Jes 6,3) mit dem Hosannaruf beim Einzug Jesu in Jerusalem.

Hochgebet und Wandlung

Im Hochgebet kniet die Gemeinde in Anbetung. Höhepunkt ist die Wandlung: Bei den Einsetzungsworten Jesu werden Brot und Wein zum Leib und Blut Christi gewandelt. Christus ist wahrhaft gegenwärtig (Realpräsenz). Er handelt und spricht durch den Priester.

Vaterunser und Agnus Dei

Im Vaterunser bereiten wir uns auf die Kommunion vor. Das Agnus Dei („Lamm Gottes“) erinnert an Christus, der durch sein Erlösungsopfer die Sünde der Welt hinwegnimmt – das wahre Paschalamm.

Kommunion

In der Kommunion schenkt sich Christus selbst als geistliche Nahrung. Dabei ist er wirklich, substantiell, mit seinem Leib und seinem Blut, mit seiner Seele und seiner Gottheit gegenwärtig. Es ist der ganze Christus, Gott und Mensch auf sakramentale Weise gegenwärtig.

Schlussgebet, Segen und Sendung

Im Schlussgebet danken wir für die empfangene Gnade. Mit dem Segen und der Entlassung („Gehet hin in Frieden“) werden wir gesendet, als Licht der Welt zu wirken (Mt 5,14–16).

Zur Vertiefung

 

Pfarrer Christians Buch DEIN ABENTEUER MIT GOTT ist in unseren Pfarrkanzleien sowie in unserem kleinen Buchshop im Pfarrheim Neukirchen erhältlich. ONLINE natürlich auch 🙂

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